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Exklusiver Überblick:
Diese maroden Eisenbahnbrücken im Weserbergland müssen erneuert werden

Von Frank Weber

Montag 15. Mai 2017 - Berlin/Hameln (wbn). Gut in Schuss oder reif für den Abriss? Insgesamt 77 Eisenbahnbrücken in Niedersachsen sind nach Angaben der Bundesregierung „dringend sanierungsbedürftig“ und müssen über kurz oder lang ersetzt werden. Darunter gut zwei Dutzend im Weserbergland.

Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. Als Grundlage dient ein Papier der Deutschen Bahn (DB), in dem der Zustand der insgesamt 2.141 Eisenbahnbrücken in Niedersachsen in vier Bewertungsstufen festgehalten ist. Mehrere Brücken der schlechtesten Kategorie 4 gibt es unter anderem in Hameln und Bad Münder.

(Zum Bild: Hier müssen demnächst die Bagger ran! Mit einem Klick auf die Grafik öffnet sich die interaktive Karte mit einer Übersicht über die maroden Eisenbahnbrücken im Weserbergland, in der Region Hannover und Südniedersachsen. Visualisierung: Weber/Google My Maps)

 

 

Fortsetzung von Seite 1

Die erfassten Überführungen haben demnach „gravierende Schäden am Bauwerksteil“. Gleichwohl ist – so heißt es in den Unterlagen der Deutschen Bahn – „eine wirtschaftliche Instandsetzung [...] nicht mehr möglich“. Weil sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, müssten die Brücken also komplett ersetzt werden. Wann das passieren soll, ist allerdings fraglich. Konkrete Bedenken gibt es bei der DB derzeit offenbar nicht. Die Schäden würden die Sicherheit nicht beeinflussen, heißt es.

Das Problem jedoch: Der Zahn der Zeit nagt mit jedem Tag weiter an der Substanz. Wie lange noch die „gravierenden Schäden“ die Sicherheit nicht beeinflussen: Völlig unklar! Fakt ist nur, dass mehr als ein Drittel aller Eisenbahnbrücken in Niedersachsen älter als 80 Jahre ist und offenbar dringend ausgetauscht werden müsste.

Mehrere Risiko-Brücken im Raum Hameln-Pyrmont

Zwei solcher Brücken gibt es in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Bad Münder. Eine führt über die Bundesstraße 442, die andere über die Straße 'Am Deisterbahnhof'. Die erste 51 Jahre alt, die zweite 90 Jahre. In Hameln könnte die Eisenbahnbrücke über die Bundesstraße 1 zum Problem werden. Und auch in Groß Hilligsfeld ist die Überführung an der 'Schlachtpforte' den Angaben zufolge dringend austauschreif.

Die auf den ersten Blick gute Nachricht: Eine der charakteristischsten Eisenbahnbrücken in der Region Hameln-Pyrmont, die Brücke über die Weser bei Emmerthal, ist im vergangenen Jahr in die Kategorie 3 eingestuft worden. An ihr sind die Schäden nach Definition der Deutschen Bahn nur „umfangreich“, aber nicht „gravierend“.

Deutsche Bahn will Investitionsrückstau abbauen

Die DB räumt unterdessen einen Investitionsrückstau ein, wies im Gespräch mit den Weserbergland-Nachrichten.de aber auf das derzeit laufende größte Modernisierungsprogramm ihrer Unternehmensgeschichte hin. Schon vor Jahren war Jahren war eine Art bundesweiter „Sanierungs-Fahrplan“ erarbeitet worden. Im Zeitraum von 2015 bis 2019 sollen bundesweit 28 Millarden Euro in die Schieneninfrastruktur fließen.

Einer Sprecherin zufolge wird im Rahmen dieses Konzepts auch bereits an einer Lösung des Brücken-Problems in Niedersachsen gearbeitet. In den vergangenen drei Jahren seien 20 Eisenbahnbrücken saniert, erneuert oder gebaut worden. Noch in diesem Jahr sollen insgesamt 13 erneuerte Brücken in Betrieb genommen werden. Die Bauwerke in Bad Münder und Hameln sind nicht darunter.

(Zum Bild unten: Einigen maroden Eisenbahnbrücken sieht man ihren Zustand schon von weitem an – auch der über die Straße 'Am Deisterbahnhof" in Bad Münder. Foto: Weber)

 

 



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