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Auch diesmal fördert der Bürgerpreis der Bürgerstiftung Weserbergland Erstaunliches zutage

Die „Höhenretter“ erklimmen den Gipfel der Hilfsbereitschaft im Weserbergland

Hameln/Oldendorf  (wbn). Ihr letzter Einsatz war in einem "Dänischen Bettenlager". Da hatte Frau Holle im vergangenen Winter ihre Schneedecke auf dem Dach des Bettenspezialisten in Hessisch Oldendorf mit voller Wucht ausgebreitet - die ganze Chose drohte wie ein riesiges Bett unter der tonnenschweren Flockenlast zusammenzukrachen.  Diese Betten-Orgie konnten die "Höhenretter" der Freiwilligen Feuerwehr Oldendorf mit ihren Kameradinnen und Kameraden vor Ort gerade noch verhindern. Sie sicherten mit Seilen jene Kräfte, die unter riskanten Bedingungen in großer Höhe Schnee schippen mussten.

Ein eindrucksvolles Beispiel für die Einsatzstärke der in ganz Norddeutschland einmaligen Spezialistentruppe unter Leitung des stellvertretenden Salzhemmendorfer Gemeindebrandmeisters Dirk Habenicht. Deshalb stand er auch mit seinem Team verdientermaßen im Mittelpunkt der diesjährigen Bürgerpreisverleihung der Sparkasse Weserbergland.  Das Weserbergland ist damit auch die Heimat der Kümmerer und Helfer! Diesen Eindruck haben die Juroren der Preisverleihung 2010 für den Bürgerpreis der Bürgerstiftung Weserbergland unter dem anspruchsvollen Motto „Retten, helfen, Chancen schenken“.  Die in Norddeutschland einmalige Höhenrettungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Oldendorf hat diesmal den Bürgerpreis in der Kategorie Alltagshelden auf regionaler Ebene gewonnen.

Fortsetzung von Seite 1

In der Gruppe U21 – der unter 21-Jährigen – ist es die DLRG Coppenbrügge mit ihrem  „Sozialprojekt Boje“, die jungen Menschen  aus sozial schwachen Familien einen Schwimmkurs ermöglicht und nebenbei gewaltig das Selbstvertrauen stärkt um sich auch im Alltag über Wasser halten zu können. 

Mit persönlichem Einsatz tatkräftig helfen, weit über die Kirchturmsgrenzen hinaus, dafür sind  Tanja und Klaus-Hasso Heller in der Kategorie Engagierte Unternehmer das leuchtende Beispiel. Die von ihnen ins Leben gerufene african-rainbow foundation fördert in Afrika Natur- und Umweltschutzprojekte und treibt die Schulbildung voran. Gerade weil zwei Menschen aus dem Weserbergland, zunächst ganz auf sich selbst gestellt, eine große Vision hatten, kann die Region so stolz darauf sein.

Auch die Bürgerpreis-Sparte „Lebenswerk“ ist diesmal erstklassig besetzt mit Rudolf Thiel. 47 Jahre bis heute war er Vorsitzender der Kolpingfamilie in Hameln, war lange Zeit auch Bezirksvorsitzender und hat zum Beispiel mit seiner Korkensammelaktion bewiesen, dass man mit einer kleinen Idee und einem langen Atem wirklich Großes vollbringen kann.

Mit persönlichem Einsatz tatkräftig helfen, weit über die Kirchturmsgrenzen hinaus...

Der Sonderpreis gehört diesmal jedoch Käthe und Claus Woltersdorf. Mit ihrer eigenen Stiftung Woltersdorf haben sie das Leben vieler Mitmenschen noch lebenswerter gemacht und ein Beispiel dafür geben, dass ein gutes Herz Zinsen tragen kann, die mit Geld nicht aufzuwiegen sind.  Die diesjährige Preisvergabe ist mit einem Eingeständnis der Jury verbunden.

„Noch nie ist uns die Entscheidung so schwer gefallen, wie in diesem Jahr, denn eigentlich hat bei diesem Motto jeder Vorschlag eine Auszeichnung verdient,“ brachte Vorstandsvorsitzender Friedrich-Wilhelm Kaup von der Sparkassen Weserbergland zum Ausdruck. Für ihn ist es ein besonderes Anliegen den Jurymitgliedern zu danken, die wieder mit Herzblut an diesem Entscheidungsfindungsprozess teilgenommen haben.  Ihm zur Seite standen wieder die Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller, der Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont Rüdiger Butte und Kreisbrandmeister Frank Wöbbeke.

Der Bürgerpreis ist jeweils mit 500 Euro dotiert, mehr noch wiegt aber die Anerkennung durch das Weserbergland. Landrat Rüdiger Butte bescheinigt dem Weserbergland: „Das Herz der Menschen an der Weser ist unser großes Entfaltungspotenzial. Warum sollen wir es nicht auch diesmal wieder schaffen, wo Verstand und Herz gefragt sind?“

Hier nochmals die einzelnen Preisträger mit der Kurzbeschreibung ihrer Leistung:

U 21 (vorher Junioren): Sozialprojekt Boje DLRG Coppenbrügge

Boje. Vor Projektbeginn recherchierte die DLRG Ortsgruppe bei einschlägigen Institutionen, zum Beispiel Kindergärten und Schulen, dass es bei sozial schwachen Familien regelmäßig an den finanziellen Möglichkeiten scheitert, ihre Kinder in eine Schwimmausbildung zu schicken.

 Im Rahmen der langjährigen Erfahrung bei der Durchführung von Schwimmkursen fiel zudem deutlich auf, dass lediglich sehr vereinzelt Kinder ausländischer Familien oder von Familien mit Migrationshintergrund zur Teilnahme an Wassergewöhnungs- oder Schwimmkursen angemeldet wurden.Dieser Entwicklung wurde mit dem Projekt „Boje“ entgegengewirkt. Als erstes angestrebtes Ziel gilt es, den Kindern die Schwimmfähigkeit zu vermitteln, um ihnen dann im weiteren Verlauf den Erwerb des Jugendschwimmabzeichens Bronze zu ermöglichen. Die Finanzierung erfolgt über Sponsoren mit einem Beitrag von 73 Euro für zwei Jahre.

Alltagshelden: Höhenrettungsgruppe Freiwillige Feuerwehr Oldendorf

Die Höhenrettungsgruppe besteht seit 15 Jahren. Ursprünglich wurde die Feuerwehr von der Sektion des Deutschen Alpenvereins angesprochen, ob Interesse an Aufgaben einer Höhenrettungsgruppe besteht.

 Hintergrund ist, dass sich im Ith und Kanstein einige der wenigen freigegebenen Kletterfelsen in Norddeutschland befinden und diese von Hobby- Kletterern stark genutzt werden. Inzwischen nimmt die Höhenrettungsgruppe viele Aufgaben über die Bergrettung am Kletterfelsen hinaus wahr, u.a. Retten aus Höhen und Tiefen von Türmen, Felsen oder Windrädern, Absturzsicherung von Einsatzkräften in absturzgefährdeten Einsatzbereichen.

Das Spektrum reicht von der Rettung einer Segelfliegerin bis zur Tierrettung von Turmfalken aus einem 40 m hohen Siloansaugrohr. Die Weiterbildung steht im Jahr 2011 im Vordergrund.

 Engagierte Unternehmer: Tanja und Klaus Hasso Heller, Stiftung african-rainbow

Die african-rainbow foundation ist im August 2005 von Tanja und Klaus-Hasso Heller aus Aerzen gegründet worden. Sie ist eine gemeinnützige, konfessionell und politisch unabhängige Stiftung mit dem Ziel der Förderung der Entwicklungshilfe in Afrika.

Die Stiftung verwirklicht diese Zwecke insbesondere durch die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen bei ihrer Ausbildung, mit Kleidung, Schulmaterialien und –geldern, bei Lebensunterhalt und der ärztlichen Versorgung, Entwicklung, Organisation und Durchführung von Schul- und Ausbildungsprojekten, Unterstützung von gesundheitlichen Präventions- und Aufklärungsprogrammen, Förderung von Natur- und Umweltschutzprojekten in Afrika.

Ein besonderer Schwerpunkt dieser aussergewöhnlichen Stiftungsidee liegt dabei in der Unterstützung von hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen auf dem schwarzen Kontinent. Die african-rainbow foundation unterhält derzeit stiftungseigene Projekte in Tansania und im Kongo.

 Lebenswerk: Rudolf Thiel (Alter: 77), Kolping

Rudolf Thiel war von 1963 bis 2010 Vorsitzender der Kolpingfamilie Hameln. Von 1958 bis 1999 war er Bezirksvorsitzender.

Korkensammelaktion: In den Kirchengemeinden Hameln und Bad Münder werden Korken gesammelt und dem Taubblindenheim Fischbeck zur Verfügung gestellt. Brillenaktion: Ausgemusterte Brillen werden durch Kolpingmitglieder gesammelt.

Die Brillen werden über das Deutsche Katholische Blindenwerk e.V. nach Überarbeitung zu Hilfsbedürftigen in die dritte Welt geschickt. Der Kontakt und die Unterstützung dieser Aktion besteht seit 20 Jahren. Unterstützung der Projektarbeit von KOLPING INTERNATIONAL. Aktuell wird das Projekt „Wasserpumpen für Brasilien“ von der Kolpingfamilie Hameln unterstützt.

Rudolf Thiel begleitet federführend diese Aktionen und unterstützt auch z.B. die Briefmarkenaktion, Kleidersammlung für Friedland.

 Sonderpreis: Käthe und Claus Woltersdorf (Alter:  88/90), Stiftung Woltersdorf

Als im Dezember 2005 die Eheleute Claus und Käthe Woltersdorf die Idee zur Gründung einer eigenen Stiftung hatten, vermochte niemand in Nienstedt vorauszusehen, wie dadurch das Leben in Nienstedt noch lebenswerter gemacht werden kann. Bereits seit 2005 können Vereine und Verbände im kleinen Dorf am Deister insgesamt über 30.000 Euro erhalten. Mit über 200.000 Euro haben die Eheleute Woltersdorf ihre eigene Stiftung bestückt und können damit gemeinnützige Projekte in den Bereichen Jugendhilfe, Altenhilfe, Sport und Kultur durch die Zinseinnahmen und den daraus resultierenden Ausschüttungen fördern. Beispielhaft ist die Aktion „Nienstedter Weihnachtskind“, hier erhalten auch Kinder von sozial schwachen Familien ein Geschenk zum Weihnachtsfest.

 

 

 



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