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Grüne fordern Offenlegung der Messergebnisse

Anja Piel: An welchen Gewässern in Niedersachsen wurden Antibiotika-resistente Keime nachgewiesen?

Freitag 12. Oktober 2018 - Fischbeck / Hannover (wbn). An welchen Gewässern in Niedersachsen sind Antibiotika-resistente Keime nachgewiesen worden? Diese Frage will die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Niedersächsischen Landtag Anja Piel vom Umweltministerium in Hannover beantwortet wissen.

In Bächen, Flüssen und Seen in Niedersachsen finden sich Antibiotika-resistente Keime, diese Meldung löste Anfang des Jahres vielerorts Besorgnis aus.

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Auf Druck der Grünen führte das niedersächsische Umweltministerium ein Sondermessprogramm durch. Die Messergebnisse liegen dem Umweltministerium nun vor, doch was genau die Untersuchungen an 80 Standorte in ganz Niedersachsen ergeben haben, halte Minister Lies zurück. So der Vorwurf von Anja Piel aus dem Weserbergland. Die Grünen im Landtag wollen nun alle Messergebnisse mit einer Anfrage öffentlich machen.

Anja Piel aus Fischbeck kritisiert: „Umweltminister Olaf Lies nahm höchstpersönlich die erste Wasserprobe und ließ sich mit hochgekrempelten Ärmeln fotografieren - hält dann aber die Messergebnisse zurück. Aufklärung sieht anders aus. Auch im Landkreis Hameln-Pyrmont wurden Wasserproben genommen und ich will Klarheit, ob hier antibiotikaresistente Keime nachgewiesen wurden. Wir fragen daher alle Ergebnisse der 80 untersuchten Gewässerstandorte von der Landesregierung ab.“

Umweltminister Lies habe Ende September eine Zusammenfassung der Messergebnisse vorgestellt. Demnach wurden Resistenzen sowie Antibiotika nachgewiesen, die häufig in der Human- und Veterinärmedizin verwendet werden. Anlass zur Besorgnis sehe die Landesregierung jedoch nicht. Dazu Piel: „Es ist nicht nachvollziehbar, wie der Umweltminister Entwarnung geben kann, obwohl es nicht einmal rechtliche Grenzwerte für die Bewertung der Gefahren von multiresistenten Keimen gibt. Im nächsten Schritt müsste die Landesregierung die Ursachen der Gewässerbelastung genauer untersuchen: Welche Rolle spielt die intensive Tierhaltung? Wie kann der Eintrag von Rückständen aus der Medizin verringert werden? Stattdessen versucht die Landesregierung, das Thema kleinzureden.“

 

 

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