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Kripo in Bückeburg bewies einen langen Atem - Verfolgung bis nach London

 

Die Raubzüge im Weserbergland wurden einer rumänischen Gangsterbande zum Verhängnis

 

Bückeburg/Nienburg (wbn/mie). Mit ihrem brachialen Vorgehen erregte die rumänische Bande von Geldautomaten-Knackern deutschlandweit Aufsehen. Sie trieb auch im Weserbergland ihr Unwesen.  Die Kripo jagte die Gangster quer durch Europa - mit Erfolg, wie sich jetzt gezeigt hat!

 

Staatsanwaltschaft und Polizei haben einen langen Atem, wie sich wieder einmal im Fall der bundesweit agierenden, rumänischen Einbrecherbande, die es auf Geldautomaten abgesehen hatte, gezeigt hat. Nach nunmehr fünfjähriger Ermittlungsarbeit schließen Staatsanwaltschaft und Polizei die mehrere hundert Seiten starken Ermittlungsakten. "Die Tätergruppe, die der organisierten Kriminalität zuzurechnen ist, agierte seit 2002 im gesamten Bundesgebiet", erklärt Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt von der Staatsanwaltschaft Bückeburg.

 

(Zum Bild: Tatort Helpsen. So brachial gingen die rumänischen Geldautomaten-Knacker vor. Foto: Polizei)

Die Täter gingen immer nach dem gleichen Tatplan vor. Sie entwendeten drei Fahrzeuge, darunter ein PS-starkes Zugfahrzeug, um mittels Stahlseils die Geldautomaten aus der Verankerung zu reißen und einen Kleintransporter, um die bis zu 750 Kilogramm schwere Beute abzutransportieren. In einem zuvor ausgekundschafteten Waldstück wurden die Geldautomaten aufgeschweißt und das Geld entnommen. "Im Oktober 2005 und im Mai 2006 hatte die Bande Niedersachsen und den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg erreicht", ergänzt Polizeipressesprecherin Gabriela Mielke. Ziele waren zunächst die Sparkasse in Münchehagen und die Volksbank im Rintelner Ortsteil Steinbergen.

Die Zentrale Kriminalinspektion der Polizeidirektion Göttingen richtete im September 2006 die Ermittlungsgruppe (EG) EVA ein, um der Bande auf die Spur zu kommen. Einen Monat später konnten die erfahrenen Ermittler erste Erfolge verbuchen. In der Nacht zum 20. Oktober 2006 gelang der Polizei die Festnahme dreier Bandenmitglieder nach einer erneuten Tat in Helpsen zum Nachteil der dortigen Volksbankfiliale. "Durch die intensive Ermittlungsarbeit der EG EVA konnten insgesamt 14 Beschuldigte ermittelt werden", sagt die Polizeisprecherin. Alle Männer sind rumänische Staatsangehörige, im Alter von damals 27 bis 33 Jahren, die zum überwiegenden Teil noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten waren und die jeweiligen Taten in wechselnder Beteiligung verübt haben. 

In Helpsen gelang drei Mittätern die Flucht. Ein Beschuldigter wurde 2007 in London festgenommen, nach Deutschland ausgeliefert und vom Landgericht Bückeburg zu einer hohen Haftstrafe verurteilt. "Bis auf zwei fehlende Tatbeteiligte, die auch an der Tat in Helpsen beteiligt gewesen seien sollen, konnten alle Bandenmitglieder im Europäischen Ausland festgenommen werden und sind bereits zu mehrjährigen Haftstrafen rechtskräftig verurteilt worden", so Oberstaatsanwalt Schmidt. Im Januar diesen Jahres klickten auch für die letzten zwei Tatverdächtigen die Handfesseln. Die mittlerweile 30 und 39 Jahre alten rumänischen Staatsangehörigen konnten in Rumänien und England aufgrund von Europäischen Haftbefehlen festgenommen werden. Sie wurden nach Deutschland ausgeliefert und sitzen in niedersächsischen Haftanstalten ein. Nach Anklageerhebung gegen die Tatverdächtigen wegen schweren Bandendiebstahls hat die erste große Strafkammer des Landgerichts Bückeburg zwischenzeitlich das Hauptverfahren eröffnet und die Hauptverhandlung im Juli terminiert.

 

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